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Schloss Doberlug

Schlossplatz 1
03253 Doberlug-Kirchhain

Telefon (035322) 68 88 5-0

Telefax (035322) 6 88 85-19

E-Mail E-Mail:
www.doberlug-kirchhain.de

Foto: Marcus Müller-Witte
Foto: Marcus Müller-Witte

Inmitten des Elbe Elster Kreises gelegen und eingebettet in die schöne Niederlausitzer Heidelandschaft liegt das Renaissanceschloß Doberlug. In seiner 400jährigen wechselvollen Geschichte hat es fast ebenso viele Herren wie Bauherren erlebt. Für den aufmerksamen Betrachter des Schlosses seien hier einige interessante Details und Besonderheiten genannt.
Das Schloß ist als ein sogenannter "Jahresbau" errichtet worden.

Johann Georg I. von Sachsen ließ die ehemalige Klosterabtei in ein kleines Jagdschloss umbauen. Sein Sohn Christian I. führte den Bau fort. Das Schloss, im Renaissancestil in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts fertiggestellt, symbolisiert das Jahr, denn es besteht aus einem Eingangstor (Jahr), zwölf Giebeln (Monate), zweiundfünfzig Räumen (Wochen) und dreihundertfünfundsechzig Fenstern (Tage).

1541 Besetzung des Klosters Dobrilugk durch Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen, Säkularisierung des Klosterbesitzes

1551 Heinrich von Gersdorf übernimmt die Pfandherrschaft, er beginnt den Umbau des Abstruses zum Westflügel einer Vierflügelanlage, jedoch noch nicht in den heute bekannten Ausmaßen

1623 Kurfürst Johann Georg von Sachsen kauft die Herrschaft von Dobrilugk für 300.000 Taler von den Gebr. Promnitz; das Schloß soll zum Jagdschloß umgebaut werden

1625 Beginn umfangreicher Baumaßnahmen am Schloß

1628 Beginn des Komplettneubaus des Südflügels, unterbrochen durch die Wirren des Krieges

1636 durch den Frieden zu Prag tritt der Kaiser die gesamte Lausitz an Johann Georg I. ab

1642 Kloster- und Schloßkirche werden von schwedischen Truppen niedergebrannt

1648 Ende des Dreißigjährigen Krieges durch den westfälischen Frieden

1657 Nach dem Tod Johann Georgs erhielt der jüngere Sohn Christian durch Erbteilung die Seitenlinie Sachsen - Merseburg und damit auch die Herrschaft Dobrilugk, die Erbhuldigung erfolgte im Schloß, Anbringung des Wappens derer von Merseburg am Schloßtor, Bau des Schloßturmes

1661 Christian I. weist den Bau der Stadt Dobrilugk an

1666 Fertigstellung des Gästehauses des Schlosses " Rautenstock "

1676 Fertigstellung des Schlosses in seiner heutigen äußeren Gestalt durch Herzog Christian I. als eines der letzten größeren sächsischen Schloßbauten der Renaissance mit frühbarockem Einfluß

1682 wegen der in Merseburg wütenden Pest wird Schloß Dobrilugk für ein Jahr Residenz Christians I.

1691 Tod Christian I., bis zu seinem Ableben weilt er oft zur Jagd in dieser wildreichen Gegend

1738 Tod Moritz Wilhelms von Merseburg und damit Aussterben der Merseburger Nebenlinie, Schloß Dobrilugk und die Lausitz fallen an Kursachsen zurück, das Schloß wird Witwensitz der Herzoginnen von Merseburg

1743- 1748 Der König von Sachsen August III. und Graf Brühl halten sich mehrmals zur Auerhahnbalz in Dobrilugk auf und residieren in dieser Zeit im Schloß. In dieser Zeit sollen wertvolle Kunstgegenstände wie Bilder, Tafelsilber, Möbel usw. den Besitzer gewechselt haben

1758 Im September weilt Friedrich der Große im Schloß, angetan von dessen herrlicher Lage äußert er, im Schloß würde er gern ein " philosophisches Leben " mit 6 Freunden führen.

1773 Nach nur 100-jähriger herzöglicher Nutzung werden verschiedene Räume des Schlosses zu Wohnzwecken für Beamte und Bedienstete des Amtes Dobrilugk hergerichtet.

1790 bis zu diesem Jahr diente das Schloß noch mehrmals dem Herzog von Kurland als Jagdschloß

1813 Im Mai durchziehen franz. Truppen das Gebiet
Napoleon besichtigt Schloß und Stadt Dobrilugk. Er erwägt, bei einem Waffenstillstand die Stadt zu befestigen, aber das Land ist ihm zu sumpfig.

1815 Im Ergebnis des Wiener Kongresses wird die Niederlausitz preußisch. Das Schloß kommt in königlich preußischen Besitz und wird Verwaltungssitz für Gerichts-, Forst-, Steuer- und später noch Zollamt

1857 Ab diesem Jahr wurden große Teile des Schlosses als Diensträume des Gefängnisses genutzt. Umbau des Erdgeschosses im Ostflügel zu Gefängniszellen.

1906 - 1925 erste denkmalpflegerische Maßnahmen

1929 Bei Arbeiten in den Amtsgerichtsräumen werden an der Decke unter dem Putz Malereien aus dem 16.Jh. entdeckt

1945 Das Schloß wird bis 1950 von sowj. Truppen besetzt.

1950 Nach Abzug der sowj. Truppen dient es der Kasernierten Volkspolizei und der NVA als Kaserne.

1980 Unter Leitung des Denkmalschutzes Dresden erfolgen im Objekt Restaurierungsarbeiten

1988 Im Mai wird das Schloß von der NVA freigezogen.

1990 Das Schloß geht in den Besitz des Bundesvermögensamtes über.

1994 Im November wird das Schloß nach erfolgloser Suche nach einem geeigneten Investor der Stadt Doberlug-Kirchhain unentgeltlich übertragen.

1995 Anfang des Jahres konstituiert sich ein Schloßbeirat, der sich der Vorbereitung der Revitalisierung des Schlosses zum Ziel setzt.

1996 Die Erstellung eines Raumbuches bezüglich der bauhistorischen Entwicklung und der Bewertung des heutigen Zustandes des Schlosses wird im Juli dem Schloßbeirat vorgestellt und im August der Stadtverwaltung übergeben.

1997 Der Schloßbeirat initiiert die Gründung eines Fördervereines für das Schloß Doberlug. Im Herbst kommt es zu einer konstituierenden Sitzung.

1998 Abschluß der Abrißarbeiten aller Fremdgebäude auf dem ehemaligen Schloßgelände, der Neupflasterung des Innenhofes mit der Installation einer Beleuchtungsanlage. Beginn der Arbeiten zum aufräumen und der Sanierung des Schloßgrabens

 

Hier fand vom 07. Juni bis 02. November 2014 die Erste Brandenburgische Landesausstellung statt.

Anmerkung: 1937 wurde die wendische Bezeichnung von Dobrilugk eingedeutscht zu Doberlug.


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Das Museum Schloss Doberlug (Elbe-Elster, Südbrandenburg) öffnet mit der ständigen Ausstellung ... [mehr]
 
20.10.​2020
Sonderausstellung Schloss Doberlug
Acht Wochen eines Jahres – Die NVA in Schloss Doberlug [mehr]
 
21.10.​2020
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22.10.​2020
Sonderausstellung Schloss Doberlug
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23.10.​2020
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Acht Wochen eines Jahres – Die NVA in Schloss Doberlug [mehr]
 
24.10.​2020
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Acht Wochen eines Jahres – Die NVA in Schloss Doberlug [mehr]
 
25.10.​2020
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Acht Wochen eines Jahres – Die NVA in Schloss Doberlug [mehr]
 
26.10.​2020
Ständige Ausstellung - Doberlug und das sächsische Brandenburg
Das Museum Schloss Doberlug (Elbe-Elster, Südbrandenburg) öffnet mit der ständigen Ausstellung ... [mehr]
 
27.10.​2020
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28.10.​2020
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29.10.​2020
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30.10.​2020
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31.10.​2020
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01.11.​2020
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02.11.​2020
Ständige Ausstellung - Doberlug und das sächsische Brandenburg
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03.11.​2020
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04.11.​2020
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05.11.​2020
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06.11.​2020
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07.11.​2020
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08.11.​2020
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09.11.​2020
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10.11.​2020
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11.11.​2020
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12.11.​2020
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13.11.​2020
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14.11.​2020
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15.11.​2020
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16.11.​2020
Ständige Ausstellung - Doberlug und das sächsische Brandenburg
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23.11.​2020
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07.12.​2020
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04.01.​2021
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11.01.​2021
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25.01.​2021
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29.03.​2021
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05.04.​2021
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12.04.​2021
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Aktuelle Meldungen

Spielzeuglegenden im Schloss Doberlug

(07. 01. 2020)

Ein Nürnberger Historiker stellt im Museum eine weltberühmte Spielwarenfabrik aus Brandenburg vor.

 

 

Lesen Sie mehr unter: https://www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/geschichte-spielzeuglegenden-im-schloss-doberlug-42363834.html

Das Schloss Doberlug als Kulisse ist nicht zu toppen

(04. 12. 2019)

Zweitägig wird Doberlug-Kirchhain in eine gemütliche Weihnachtsstimmung versetzt.

 

Lesen Sie mehr unter: https://www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/weihnachtsmarkt-das-schloss-doberlug-als-kulisse-ist-nicht-zu-toppen-40907432.html

Arbeiten statt Knast: Netzwerk für Verurteilte stellt sich in Doberlug vor

(27. 11. 2019)

Das landesweite Netzwerk HSI hilft Verurteilten auf dem Weg zurück in die Gesellschaft. Wie, das erklärt eine Ausstellung im Schloss Doberlug.

 

Lesen Sie mehr unter:  https://www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/ausstellung-arbeiten-statt-knast_-netzwerk-fuer-verurteilte-stellt-sich-in-doberlug-vor-40874918.html

Neuer Raum für kleine Forscher

(18. 11. 2019)

Der Förderverein Naturpark hat ein Experimentarium im Schloss Doberlug eröffnet.

 

Lesen Sie mehr: https://www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/erlebnisreich-neuer-raum-fuer-kleine-forscher-im-schloss-doberlug-40592956.html

Schloss Doberlug heute Denkmal des Monats

(28. 08. 2014)

Am heutigen Freitag um 10 Uhr zeichnet die Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" das Schloss Doberlug als Denkmal des Monats aus. Interessierte Einwohner und Besucher der Landesausstellung sind eingeladen, dieser kleinen Feierstunde im Schlosshof beizuwohnen.

 

Mehr dazu lesen Sie bitte unter:

http://www.lr-online.de/regionen/finsterwalde/Schloss-Doberlug-heute-Denkmal-des-Monats;art1057,4721330

Schloss Doberlug – eine Baustelle unter Hochdruck

(25. 10. 2012)

Ende 2013 müssen die Räume für die erste Landesausstellung fertig sein

 

Doberlug-Kirchhain: Majestätisch wirkt das Schloss Doberlug auf den ersten Blick mit seiner strahlend weißen Fassade. 2014 wird dort die 1. Brandenburgische Landesausstellung gezeigt. Das macht Besucher neugierig auf das Schlossinnere. Das aber ist tabu, es ist derzeit alleiniger Aktionsradius für Bauarbeiter. Der Ausbau ist in vollem Gange und birgt manche Herausforderung.

Spricht man von künftiger Nutzung des Schlosses Doberlug, dann ist die Rede von mehr als 3000 Quadratmetern Nutzfläche in vier Flügeln. Als Zugpferd soll die 1. Brandenburgische Landesausstellung im Jahr 2014 dienen. Dafür und für die Zeit danach werden Ausstellungsräume hergerichtet. Auf 800 Quadratmetern in insgesamt 18 Räumen will die Kuratorin Anne-Katrin Ziesak über sechs Monate mit schillernden Leihgaben "Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft" erzählen. Mehrere Etagen im West- und Nordflügel sind dafür vorgesehen. Im Südflügel werden dem Renaissanceschloss selbst und der Stadtentwicklung zwei Räume gewidmet.

Doch momentan wirkt das Schloss im Innern eher wie ein Patient mit vielen offenen Wunden.

Bis 1989 war die Armee Herr im Schloss, hatte umgebaut und verändert. Jetzt die verborgenen Reize des einstigen Herrschaftssitzes wieder hervorzukitzeln, ist eine Mammutaufgabe, der sich die Stadt als Eigentümer mit Unterstützung des Landes und der Brandenburgischen Schlösser GmbH stellt.

Denkmalpfleger und Restauratoren forschten lange und intensiv nach Hinweisen unter historischen und neuzeitlichen Mauern, Decken und Böden. "Parallel dazu erstellen die Restauratoren ihre Dokumentation. Viele Bereiche sind jetzt aber freigegeben", berichtet Kerstin Stahl, Fachbereichsleiterin Bauen und Erhalten im Rathaus, dieser Tage vor Stadtverordneten. Dabei schwingt Erleichterung mit. Denn die Zeit drängt. In der Silvesternacht 2013 möchte die Kuratorin von Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) die Schlüssel, damit die Ausstellungsarchitekten mit ihrer Arbeit beginnen können. Die Verabredung steht, sagt auch der Bürgermeister. "Mit der Entscheidung zur Landesausstellung galt es, eine Schippe draufzulegen", erklärte er vor einigen Wochen vor der versammelten Presse in der Landeshauptstadt Potsdam. Vor wenigen Tagen kündigte er an: "Für eine straffere Organisation ist ein zusätzlicher Projektsteuerer bestellt." Mit viel Übersicht muss der dafür sorgen, dass ab sofort eins ins andere greift.

Sechs Leute beschäftigt die ortsansässige Firma Röder & Sohn Bau GmbH seit Juli mit Abbruch- und Maurerarbeiten im Schloss. Neue Wände und Decken werden eingezogen. Mit den beiden historischen Wendelsteinen ist keine moderne Erschließung möglich, sind sich Architekt und Denkmalpfleger einig. Es entstehen drei neue Treppenhäuser. Zwei Fahrstühle werden eingebaut.

Und doch gibt es immer noch Überraschungen. Im Westflügel bietet sich eine seltene Draufsicht auf ein Kellergewölbe. Die hat – bevor alles wieder verfüllt wird – die Bauhistoriker auf den Plan gerufen. Auch im Ostflügel sind die Bauarbeiter mit Gewölbe beschäftigt – eine Gewölbedecke anno 2012 wird gemauert. "Da haben wir erst mal wieder Bücher gewälzt, so was baut man ja nicht alle Tage", sagt Werner Röder am Rande einer Baubesprechung.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat am Dienstag im nichtöffentlichen Teil zehn Beschlüsse zur weiteren Auftragsvergabe vor sich liegen. Die Palette reicht von Putz- und Trockenbau über Bodenbelag- und Natursteinarbeiten bis zur Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärinstallation. "Wir haben noch 14 Monate. Das ist eine sportliche Herausforderung", sagt Bürgermeister Broszinski über seine größte und wichtigste Baustelle.

 

 

Im Ostflügel mauern die Bauarbeiter eine Gewölbedecke anno 2012.

Foto: Heike Lehmann

Foto zur Meldung: Schloss Doberlug – eine Baustelle unter Hochdruck
Foto: Schloss Doberlug – eine Baustelle unter Hochdruck

Wo Preußen Sachsen küsst, wächst ein Ausstellungsnetz

(31. 08. 2012)

Viele Partner für 1. Brandenburgische Landesschau 2014 in Doberlug

Wenn von Mai bis November 2014 zur 1. Brandenburgischen Landesausstellung ins Schloss Doberlug (Elbe-Elster) eingeladen wird, schlägt ihr Thema „Sachsen und Preußen. Szenen einer Nachbarschaft“ einen viel größeren Bogen. Acht Museen in Brandenburg und fünf in Sachsen werden mit Partnerausstellungen an authentischen Orten sächsisch-preußische Geschichte(n) aufarbeiten.

Der 200. Jahrestag des Wiener Kongresses, in dessen Folge Europa politisch neu geordnet wurde, ist Anlass für eine erste kulturhistorische Ausstellung des Landes Brandenburg. Die inhaltliche Regie wurde dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam übertragen. „Nach unserem Motto ,Wo Preußen Sachsen küsst', wollen wir die Beziehungskiste zwischen beiden Nachbarn anhand konkreter Ereignisse erzählen“, umreißt Kuratorin Anne-Katrin Ziesak den Anspruch der ersten Landesausstellung.

Ziel für 2014 ist aber, Kulturtouristen in den gesamten Südbrandenburger Raum und ins angrenzende Sachsen zu locken. Dazu wird es sogenannte Partnerausstellungen zum Thema geben. Die Idee dahinter: für die Region wichtige preußisch-sächsische Themen gleich an authentische Orte „auszulagern“ und damit die eigentliche Landesausstellung mosaikartig zu ergänzen. „Doberlug-Kirchhain wird das Flagschiff sein, dem die Flotte der Partnerausstellungen folgt“, umschreibt Ziesak bildhaft. Dazu kooperiere das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte mit „verlässlichen Museumsstandorten“. Die Partnerausstellungen werden in enger Abstimmung mit der Landesausstellung entwickelt. Verantwortlich – auch finanziell – seien die jeweiligen Museen selbst. Eine Unterstützung der Brandenburger Museen sei aber über die Kulturlandkampagne möglich, so Ziesak. Unterm Strich soll ein großes Netz sächsisch-preußischer Beziehungskisten geknüpft werden.

Bestes Beispiel für eine ergänzende Ausstellung an authentischem Ort sei die alte sächsische Grenzfestung in Senftenberg, die 1815 plötzlich in Preußen stand. Das Museum des Landkreises Oberspreewald-Lausitz in Senftenberg wird sich deshalb den Themen Grenze, Zoll und Schmuggel widmen. Das Elbe-Elster-Kreismuseum in Bad Liebenwerda will an der Wiege des mitteldeutschen Wandermarionettentheaters an bedeutende Puppenspieler erinnern und die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz sich um berühmte Adelsgeschlechter der Niederlausitz kümmern. Eine herausragende Stellung nimmt dort Hermann Fürst von Pückler-Muskau ein, der den Tag, an dem er vom Sachsen zum Preußen wurde, so kommentierte: „Als mich der liebe Gott preußisch werden ließ, wandte er sein Antlitz von mir. . .“. Das Kunstgussmuseum Lauchhammer erzählt, wie es dem Grafen von Einsiedel gelang, eiserne Kunst und eiserne Technik über die Zollgrenze hinweg zu vertreiben. Das Niederlausitz-Museum Luckau in der Kulturkirche wird die Besucher einladen, Spuren sächsischer Lebensart in Preußen zu entdecken. Das Stadt- und Regionalmuseum Lübben – die Stadt war bis zum Wiener Kongress Regierungssitz des sächsischen Markgrafentums Niederlausitz – will erzählen, wie wir Preußen wurden. Die Rolle der „Friedrichstadt“ Zinna wird im Museum Kloster Zinna dargestellt. Aus Sachsen konnten das Museum Bautzen, das Kulturhistorische Museum Görlitz, das Schlesische Museum zu Görlitz, der Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund, das Lessingmuseum Kamenz sowie die Städtischen Museen Zittau als Partner gewonnen werden.

Am kommenden Montag findet ein erstes Treffen der Verantwortlichen der Landesausstellung mit den Partnerausstellungen vor Ort in Doberlug-Kirchhain statt. Dabei sollen die einzelnen Inhalte noch konkreter aufeinander abgestimmt werden.

 

Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 31.08.2012

Foto zur Meldung: Wo Preußen Sachsen küsst, wächst ein Ausstellungsnetz
Foto: Wo Preußen Sachsen küsst, wächst ein Ausstellungsnetz

Elbe-Elster blickt bei Kulturkonferenz in die Zukunft

(30. 07. 2012)

Brandenburgische Landesausstellung im Mittelpunkt

Aus kultureller Sicht steht der Landkreis Elbe-Elster in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. 2014 wird im Herzen der Region, im Schlossareal Doberlug, die Erste Brandenburgische Landesausstellung stattfinden. Weiterhin wirft der 500. Jahrestag des Beginns der Reformation in Deutschland, die gerade im hiesigen Gebiet bedeutsame Entwicklungen genommen hat, seine Schatten voraus. Eine Kulturkonferenz widmet sich diesen Höhepunkten und notwendigen Aktivitäten.

 

In den Städten des Landkreises wird das Reformationsjubiläum von europäischer Tragweite bis 2017 mit unterschiedlichen Aktivitäten gewürdigt, informiert die Pressestelle der Kreisverwaltung. Sowohl beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) des Landes Brandenburg als auch im Landkreis Elbe-Elster werde über kulturpolitische Strategien für die kommenden Jahre nachgedacht, in denen jeweils Überlegungen zu Schwerpunktsetzungen und Förderkriterien im Mittelpunkt stehen.

Um diese Herausforderungen mit allen Partnern in der Region und darüber hinaus anpacken zu können, lädt der Landkreis Elbe-Elster zum Auftakt zu einer Kulturkonferenz ein. Sie findet am 10. August, 14 Uhr, im Refektorium Doberlug statt. Medienvertreter sind herzlich eingeladen, darüber zu berichten.

Wie es zu einer Kulturkonferenz passt, setzen Künstler – in diesem Falle das Blockflötentrio der Kreismusikschule "Gebrüder Graun" – den ersten Akkord. Sie interpretieren zum Auftakt das Trio für Melodieinstrumente von C. H. Graun. Zur kulturpolitischen Strategie des Landes Brandenburg spricht Hajo Cornel, Abteilungsleiter im Kulturminsterium. Referatsleiter Dr. Uwe Koch informiert über Brandenburgs Mitwirkung am Reformationsjubiläum 2017 als eine besondere Chance für die Region Elbe-Elster. Anne-Katrin Ziesak, Kuratorin der Landesausstellung gibt detailliertere Einblicke in die 1. Brandenburgische Landesausstellung "Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft".

Die Marketingkampagne zur Landesausstellung stellt Elke Scheler, Leiterin Kommunikation der Landesausstellung, vor. Und Andreas Pöschl, Leiter des Kulturamtes des Landkreises, blickt auf die künftige kulturellen Entwicklung des Landkreises Elbe-Elster.

Kontakt:

Telefon 03535 461201, .

 

Von red/gb, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 30.07.2012

Die Wandlung von Friedrich II.

(25. 06. 2012)

Das theater89 bringt preußische Geschichte mit viel Spiellaune auf Schloss Doberlug nahe

Dem Sommertheater der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" scheint der Wettergott wohlgesonnen. Auch beim zweiten Gastspiel am Schloss Doberlug am Samstag spendete die untergehende Abendsonne über weite Strecken angenehmes Bühnenlicht. Das theater89 aus Berlin hat "Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen", ein Fragment von Heinrich Mann (1871-1950) mit Ergänzungen von Alexander Lang, kurzweilig und mit viel Spiellaune aufgeführt.

Wie schon im vorigen Jahr begeisterten die strahlende Fassade vom sanierten Renaissanceschloss Doberlug und die hervorragende Akustik auf der Schlosswiese Theaterleute und Zuschauer. Der Abend wurde für knapp 100 Besucher zu einer unterhaltsamen Geschichtsstunde. Sie wurden begrüßt von Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP), der den Bogen schlug zum großen Vorhaben im Jahr 2014, wenn in Doberlug-Kirchhain die 1. Brandenburgische Landesausstellung stattfindet. Mit wenigen Sätzen machte er deutlich, worauf sich Elbe-Elster dann freuen kann.

In 90 Minuten gaben die Darsteller dann ihre Version von den widersprüchlichen Verhältnissen, gesellschaftlichen Zwängen, europäischen Machteinflüssen und menschlichen Konflikten im preußischen Königshaus wieder. Es war für die fünf Schauspieler erst die zweite Aufführung. "Die Premiere am Freitag in Wusterhausen/Dosse war in einem Innenhof. Damit hatten wir dort eine ganz andere Atmosphäre. Das Gelände hier in Doberlug ist sehr reizvoll", erklärte Regissseur Hans-Joachim Frank nach dem letzten Beifall.

Kritisch hatte er das Spiel seiner Akteure verfolgt, um gleich im Anschluss die wichtigsten Dinge auszuwerten. "Seit etwa acht Wochen proben wir. Da ich aber seit 20 Jahren kontinuierlich mit den gleichen Schauspielern arbeite, funktioniert das ganz gut. Dennoch bleibt ein solches Sommer-Open-Air immer ein Abenteuer", so der Regisseur. Die Geschichte von Friedrich II. passe gut in das Repertoire des theater89, das sich vor allem der Geschichtsaufarbeitung verschrieben hat, so der künstlerische Leiter Hans-Joachim Frank. Aber sie passte auch bestens nach Doberlug, wo "Preußen Sachsen küsst", wie der Slogan für die kommende Landesausstellung heißt.

Erzählt wird, wie König Friedrich Wilhelm I. von Preußen (Bernhard Geffke) seinen Kronprinz Friedrich (Alexander Höchst) zu einem ihm würdigen Nachfolger formen will. Er versucht ihn mit Schlägen zu züchtigen und demütigt ihn ("Küsst er mir den Staub von den Schuhen.", "Du bist ein Prinz ohne Ehre.", "Er soll sich das Englische und Französische aus dem Kopf schlagen."). Wie sehr das den späteren Friedrich II., dessen 300. Geburtstag in diesem Jahr in Brandenburg gefeiert wird, einengt und kränkt, wird schnell deutlich.

"Keine Zuflucht bleibt mir … Überall Spione", klagt Fritz. Autor Heinrich Mann setzt die Familiengeschichte in Beziehung zur europäischen Politik, als etwa der englische Gesandte (Johannes Achtelik) erklärt: "Preußen ist eine Macht zweiten Ranges und muss sich gegen die Decke strecken – it's to small".

Viel Raum gibt das Stück dem gescheiterten Versuch Friedrichs, mit seinem Freund Katte nach Frankreich zu fliehen. Katte wird wegen Fahnenflucht vom Kriegsgericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Friedrich I. macht daraus ein Todesurteil und trifft damit seinen Sohn Friedrich ins Herz. Es ist eine der stärksten Szenen, als der gebrochene Friedrich nach Kattes Hinrichtung die Bühne betritt, vom Vater in dessen Todesstunde die Macht übertragen bekommt und dessen "Werkzeug, die Armee" übernimmt. "Preußen, Preußen über alles" – Friedrich zieht in den Krieg.

Thomas Zimniak aus Finsterwalde war begeistert von der Aufführung. "Das Ambiente hier ist toll. Und die Schauspieler waren großartig", sagte er. Nur fünf Darsteller haben immerhin 15 Figuren auf die Bühne gebracht. Den stressigen Masken- und Perückenwechsel vollzogen sie unmittelbar hinter der Bühne. Auch Sebastian Arsand und Helene Richter aus Finsterwalde lobten die Aufführung. "Mit minimalen Mitteln war das eine tolle Leistung – Kulisse, Schauspiel und Gesang waren super", meinten beide.

 

Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 23.06.2012

Foto zur Meldung: Die Wandlung von Friedrich II.
Foto: Die Wandlung von Friedrich II.

Neue Erkenntnisse zum Schloss Doberlug

(01. 06. 2012)

Bevor der Innenausbau des Schlosses Doberlug für die Erste Brandenburgische Landesausstellung beginnt, gehört das Terrain noch der Bauforschung. Ein Blick hinter den Putz und unter die Dielen brachte neue mittelalterliche Spuren zum Vorschein.

Darüber informieren am morgigen Samstag Dr. Vera Groß vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Restaurator Ralph Schirrwagen beim Workshop zum Schloss. Kuratorin Anne-Katrin Ziesak berichtet über die Vorbereitungen für die Landesausstellung 2014. Bürgermeister, Stadtverordnetenvorsteher, Bauamtsleiterin und weitere Fachleute stehen für Auskünfte bereit. Die Stadt und der Schlossförderverein laden Interessenten um 10 Uhr ins Refektorium ein.

 

Von leh, erschienen in der Lauistzer Rundschau am 01.06.2012

Reizvoll: Preußen und Sachsen in einer Ausstellung

(26. 04. 2012)

Kuratorin Anne-Katrin Ziesak konzipiert die erste Landesschau Brandenburgs

Nach den Napoleonischen Kriegen wird beim Wiener Kongress 1814/15 Europa politisch neu geordnet. Sachsen verliert mehr als die Hälfte seines Territoriums an Preußen. Auch die Niederlausitz. 200 Jahre später ist das dem Land Brandenburg Anlass für eine erste historische Landesausstellung. Als Gastgeber wird Doberlug-Kirchhain im Landkreis Elbe-Elster gewählt. Kuratorin ist Anne-Katrin Ziesak aus Berlin.

Seit wann ist die erste Landesausstellung Brandenburgs für Sie ein Thema und was macht eine Kuratorin?
Ich bin seit 2011 als Kuratorin beauftragt. Habe mich aber schon davor eingebracht. Ich mache das als freie Mitarbeiterin für das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam. Ein Kurator – oder eben eine Kuratorin – ist verantwortlich für den Inhalt einer Ausstellung.

Welche Projekte durften Sie als Kuratorin schon verantworten?
Zum Beispiel die Ausstellung "Revolution von oben – Preußens Staatskanzler Karl August von Hardenberg", 2009/10 in Potsdam und Berlin, oder "Gott in Brandenburg. Zeugnisse christlicher Kulturprägung", 2005 in Potsdam.

Worin sehen Sie den Reiz der Landesausstellung?
Das ist für mich das Preußen-Sachsen-Thema, der Mythos von Sachsens Glanz und Preußens Gloria, den wir hinterfragen wollen. Das hat es noch nie so in einer Ausstellung gegeben.

Wir haben schon zwei Arbeitstitel kennengelernt …
Seit wenigen Tagen steht der endgültige Titel fest: "Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft". Und "Wo Preußen Sachsen küsst" soll sich als einprägsamer Werbeslogan bis 2014 in möglichst vielen Köpfen festsetzen. Es wird ein Rahmenprogramm zur Landesausstellung auf dem Schloss- und Klosterareal von Doberlug-Kirchhain geben. Zahlreiche Partnerprojekte rund um das Thema Preußen und Sachsen unter dem Arbeitstitel "Die Region feiert" sind angedacht.

Warum findet die Landesausstellung in Doberlug-Kirchhain statt?
Das ist bewusst gewählt. Sie sollte nicht an einem eingeführten Ort gezeigt werden. Brandenburgs Süden, Elbe-Elster und hier speziell dem Renaissance-Schloss Doberlug, was wiederersteht und aus dem über die Landesausstellung hinaus ein kulturhistorisches Zentrum werden soll, wollen wir dadurch landesweit Aufmerksamkeit verschaffen.

Für Sie eine besondere Herausforderung?
Durchaus. Die Aufgabe lautet, guckt mal, wie ihr mit dem Thema ankommt und die Leihgaben sowie die Besucher dorthin bekommt.

Welches wird die größte Hürde?
Ganz klar, die Leute nach Doberlug-Kirchhain zu locken.

Was heißt das für die Ausstellung?
Sie muss für unterschiedliche "Publikümer" interessant sein – von Dresden bis Berlin, für die Einheimischen, die Bad Liebenwerdaer und Finsterwalder. Und wir erhoffen uns von den meisten mehr als nur einen Pflichtbesuch. Die Jugend nicht zu vergessen. Die Erfahrung lehrt, dass solche Ausstellungen eher von der Generation 50plus wahrgenommen werden. Jüngere Leute zu erreichen, dazu sind Zugang und Anreiz wichtig. Das ist die Kernaufgabe für den Kurator, unterschiedliche Menschen unter einen Hut zu bringen. Der Besucherstrom wird aber auch abhängig sein von begleitenden Kulturveranstaltungen in dieser Zeit.

Wo haben Sie Ihren Arbeitsplatz?
Überall und nirgends. Im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam, zu Hause in Berlin, vor allem aber in Bibliotheken, Archiven und Museen zur Recherche. Etwa sechs Tage im Monat bin ich derzeit in Doberlug-Kirchhain und Umgebung, um das Vorhaben in unterschiedlichsten Kreisen vorzustellen und Absprachen zu treffen. Kurz vor der Ausstellung zieht das ganze Projektteam natürlich nach Doberlug-Kirchhain.

Wer gehört dazu?
Im Moment sind wir zu dritt. Außer mir noch Elke Scheler, Leiterin Kommunikation, und Peter Langen, wissenschaftlicher Mitarbeiter für die inhaltliche Konzeption. Das werden aber noch mehr – je nach Arbeitsbereich.

Wie sind die Aufgaben verteilt?
Budgetverwaltung, Projektleitung und Pressearbeit obliegen dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte. Wir brauchen einen Ausstellungsarchitekt, der mit dem beauftragten Architekten für die Schlosssanierung eng zusammenarbeitet, damit letztendlich, vereinfacht gesagt, die Steckdosen an der richtigen Stelle sind, die konservatorischen Bedingungen passen und die Besucherführung stimmt. Wir brauchen einen Grafiker. Die Absprachen für Leihgaben treffe ich selbst, aber ein Registrar wird sich um die Objektverwaltung, Vertragsabschlüsse und den Transport kümmern müssen.

Wie viel Geld steht Ihnen zur Verfügung?
Wir haben nicht das Budget einer sächsischen Landesausstellung. Wir sind preußisch bescheiden und haben für die Ausstellung 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Hälfte davon muss jetzt von uns selbst eingeworben werden – von Stiftungen oder privaten Unterstützern. Parallel dazu werden das Corporate Design, ein Logo und die Homepage entwickelt. 2013 wollen wir richtig durchstarten.

Was darf man von der Ausstellung erwarten?
Einzelne Schauobjekte zu benennen, dazu ist es noch zu früh. Wir wollen gern kostbare Gemälde aus Dresden und Potsdam, hochwertige Kunstkammerprojekte und wertvolle Dokumente zeigen. Wir wollen Kunstschätze aus Dresden, Potsdam und Berlin mit modernen Mitteln präsentieren. Es werden Originale zu sehen sein, mit einer Aura, die erzählt und in den Kontext der Geschichte eingebettet wird.

Welche Schwerpunkte wird die Landesausstellung haben?
Sie ist gegliedert in vier Module. Kern ist die glanzvolle Sonderausstellung über fünf Monate im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss des Schlosses, die "Szenen" aus der wechselvollen preußisch-sächsischen Beziehung erzählen wird. Da gibt es viele Ansatzpunkte. Nur ein Beispiel: Friedrich II. wirkte im Siebenjährigen Krieg zerstörerisch in Sachsen, andererseits ist ihm Sachsen Vorbild und er holt die Graun-Brüder aus Wahrenbrück als Musiker an seinen Hof. Modul zwei und drei sollen auf Dauer eingerichtet werden. Im Südflügel des Schlosses wird die Geschichte des Schlosses selbst als wichtigstes Exponat dargestellt. Das Denkmalamt hat dort in den letzten 20 Jahren wichtige Details zu Tage befördert. Aber auch Dobrilugk, die barocke Planstadt von Christian I., und die Region bekommen dort ihren Platz. Die benachbarte Klosterkirche, ein national bedeutendes Denkmal, haben wir mit einem eigenen Ausstellungsbereich bedacht. Dazu gehört die einstige Klausur des ältesten Zisterzienserklosters auf Brandenburger Boden. Modul vier wird der Schlossgarten.

Wie soll die Landesausstellung auf die Region ausstrahlen?
Sie wird sie hoffentlich mitreißen. Es wird etwa fünf Korrespondenzausstellungen geben, vielleicht auch in Sachsen, die das Thema ergänzen. Am besten natürlich an einem authentischen Ort. Ein Beispiel: Beim Thema Grenze zwischen Sachsen und Preußen bietet sich die Grenzfestung Senftenberg an. Wir setzen auch auf das Schloss Branitz.

Wer sind Ihnen auf dem Weg bis 2014 Partner und Dienstleister?
Da gibt es viele, die einbezogen sind. Das Landeshauptarchiv, das Landesamt für Denkmalpflege, die Uni Potsdam, das Institut für sächsische Geschichte und Volkskunde, die Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die zwei Schirmherren, die Ministerpräsidenten Platzeck und Tillich, nicht zu vergessen.

Wann waren Sie das erste Mal in Doberlug-Kirchhain?
1995. Da habe ich in Dresden gearbeitet und bin hier auf dem Bahnhof umgestiegen. Das erste Mal bewusst in der Stadt war ich im Januar 2009. Da ging es schon Richtung Landesausstellung.

Was hat sich seitdem in der Stadt getan?
Die Stadt und vor allem der historische Stadtkern in Doberlug verändern sich. Straßen und Gebäude werden saniert. Wichtige "Baustellen" sind der Bahnhof und die Wegführung zum historischen Areal.

Bleibt bis 2014 noch genug Zeit?
Sagen wir mal vorsichtig: Zeit ist nie genug. Das Areal baulich herzurichten und die Ausstellung rechtzeitig zu schaffen, ist eine sportliche Herausforderung. Auch für die Stadt. Vor deren Engagement ziehe ich den Hut.

Welchen Beitrag können die Einwohner von Elbe-Elster für die Landesausstellung leisten?
Sie sollten gute Botschafter sein und dafür positiv werben.

Mit ANNE-KATRIN ZIESAK sprach Heike Lehmann.

Alle Interviews können Sie noch einmal nachlesen unter www.lr-online.de/interview

 

Zum Thema:
Die erste Brandenburgische Landesausstellung findet vom 1. Mai bis zum 2. November 2014 im Schloss Doberlug statt. Gastgeber ist die Stadt Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster). Die Projektleitung der Landesausstellung liegt beim Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam. Anne-Katrin Ziesak ist 46 Jahre alt und in Berlin geboren. Dort lebt sie auch heute noch. Sie hat an der Freien Universität Berlin Geschichte und Bibliothekswissenschaften studiert. Die Historikerin hat für verschiedene museale Einrichtungen gearbeitet, zum Beispiel für das Deutsche Historische Museum in Berlin und das Deutsche Hygienemuseum in Dresden. Sie arbeitete für die Gedenkstätte Sachsenhausen, betreute Projekte für das Kulturland Brandenburg und mehrfach für das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Potsdam. Kennen auch Sie Persönlichkeiten, die etwas zu sagen haben? Dann schlagen Sie uns Gesprächspartner vor: Lausitzer Rundschau, Straße der Jugend 54, 03050 Cottbus, oder perE-Mail an die Adresse: .

 

Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 26.04.2012

[Die Klosterkirche Doberlug bekommt ein eigenes Ausstellungsmodul]

Foto zur Meldung: Reizvoll: Preußen und Sachsen in einer Ausstellung
Foto: Reizvoll: Preußen und Sachsen in einer Ausstellung

Wo Preußen Sachsen küsst ist Platz für Ideen

(21. 04. 2012)

Kuratorin der Brandenburgischen Landesausstellung mit Touristikern in Elbe-Elster im Gespräch

Dem Schloss Doberlug soll mit der Brandenburgischen Landesausstellung eine zweite Geburtsstunde zuteilwerden. Als kulturhistorisches Zentrum soll es über das Jahr 2014 hinaus etabliert werden. Die Kuratorin der Landesausstellung, Anne-Katrin Ziesak, machte in dieser Woche Mitglieder des Tourismusverbandes Elbe-Elster-Land mit dem Konzept für die Landesausstellung bekannt.

Für das Konzept für die Landesausstellung sei man gegenwärtig dabei, "viele Bündnisse zu schließen". Die Landesausstellung für die ganze Region zu einem Erlebnis mit nachhaltigen Effekten zu machen, ist naturgemäß im Interesse der hiesigen Akteure im Tourismus. Auf vielen Ebenen gewinnt die Vorbereitung der Landesausstellung inzwischen immer mehr Raum in Überlegungen und ersten praktischen Schritten.

So informierte Eberhard Stroisch, Kreisentwicklungsdezernent und Vorsitzender des Tourismusverbandes, von Beratungen zur Entwicklung des Wegeleitsystems und der Koordinierung der Verkehrsverbindungen. Am 22. Mai werde es eine erste Veranstaltung mit Nachbarkreisen geben. Veit Klaue vom Sängerstadtmarketingverein in Finsterwalde kann sich über eine über die Lasa unterstützte Stelle für die Einrichtung einer Touristinfo im Schloss Doberlug freuen.

Aus dem Kulturamt des Landkreises überbrachte Dieter Jagode die Nachricht, dass schon vor dem Jahr 2014 verschiedene Veranstaltungen in das Schloss Doberlug verlagert werden, um die Aufmerksamkeit Schritt für Schritt auf den Ort der Landesausstellung zu lenken. 2014 würden dann alle kreislichen Veranstaltungen dort konzentriert. Gefragt nach dem Logo der Landesausstellung, informierte Anne-Katrin Ziesak: "Sechs Büros sind mit Entwürfen beauftragt." Zu den Schirmherren, den Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) und Stanislaw Tillich (CDU), empfahl Olaf Umbreit vom Besucherbergwerk F 60, auch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), hinzuzunehmen. Im Übrigen finde er es sehr gut, mit der Landesausstellung touristisch auch zu den Nachbarn – zum Beispiel ins Lausitzer Seenland – zu gucken. Das korrespondiert mit den Aktivitäten der Organisatoren der Landesausstellung, einen "Kranz von Korrespondenzstandorten" zu flechten. Es gehe dabei um authentische Orte, die inhaltlich nah an der Landesausstellung mit dem werbenden Slogan "Wo Preußen Sachsen küsst" liegen. Als Beispiele führte sie die Festung Senftenberg, den Eisenkunstguss in Lauchhammer und das Schloss Branitz an. Anne-Katrin-Ziesak und ihre Mitstreiterin Elke Scheler brachten ein Gefühl der Begeisterung mit zu den Touristikern nach Bad Liebenwerda, gemeinsam aus dem Projekt der Ersten Brandenburgischen Landesausstellung etwas Bleibendes zu machen: Eintrittsrabatte für touristische Angebotspakete, von der Sparkassenstiftung unterstützte Klassenfahrten mit einem historischen Mittagsmahl in Zeithain, ein Großbanner im Berliner Hauptbahnhof – die Ideen sprudeln und die Verhandlungen laufen an.

Die Zusage der Brandenburgischen Sommerkonzerte für Doberlug, die Hoffnung auf ein Gastspiel der Staatskapelle Dresden und die Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Cottbus, eine bereits geschlossene Kooperation mit der Filmhochschule Potsdam zur Vermarktung des Vorhabens und viele andere Ideen ließen Vorahnungen auf ein großes Fest vom 1. Mai bis 2. November 2014 im Süden Brandenburgs wachsen.

 

Von Gabi Böttcher, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 21.04.2012

Foto zur Meldung: Wo Preußen Sachsen küsst ist Platz für Ideen
Foto: Wo Preußen Sachsen küsst ist Platz für Ideen

Doberlug-Kirchhain 2014 – "Wo Preußen Sachsen küsst"

(13. 04. 2012)

Slogan für erste Landesausstellung bekannt gegeben

Der endgültige Titel für die erste Brandenburgische Landesausstellung, die vom 1. Mai bis 2.

November 2014 in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) stattfinden wird, steht fest. Wie das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte mitteilt, lautet er "Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft".

In Spannung zum klassischen Ausstellungstitel wird der Slogan "Wo Preußen Sachsen küsst" die Landesausstellung werblich begleiten.

Die große kulturhistorische Ausstellung wird mit hochkarätigen Kunstwerken, Geschichtszeugnissen und multimedialen Mitteln im Schloss Doberlug "Szenen" aus der wechselvollen Geschichte Preußens und Sachsens erzählen. Das Schloss wird derzeit saniert. Einbezogen in die Ausstellung werden aber auch die Klosterkirche und die als historischer Stadtkern nahezu erhaltene barocke Planstadt.

Unter dem Slogan "Wo Preußen Sachsen küsst" werden zudem die Veranstaltungen zu preußisch-sächsischen Themen kommuniziert, die während der Laufzeit der Ausstellung auf dem Schlossareal stattfinden, aber auch die Korrespondenzausstellungen zur ersten Brandenburgischen Landesausstellung sowie Veranstaltungen zu preußisch-sächsischen Themen in der Region.

 

Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 13.04.2012

Vorbereitung für Landesausstellung in Doberlug im Fokus

(26. 03. 2012)

Der Landkreis Elbe-Elster wird im August die erste Kulturkonferenz durchführen. Veranstaltungsort ist das Refektorium Doberlug, schließlich soll die hier in zwei Jahren stattfindende erste Brandenburgische Landesausstellung "Preußen-Sachsen.

Sachsen-Preußen. Bilder einer Nachbarschaft" weiter vorbereitet werden. Diese soll sich in vielen Aktionen und Veranstaltungen über das Schloss Doberlug hinaus wiederfinden. "Da hierfür die Unterstützung aller im Kulturbereich Tätigen benötigt wird, werden Vertreter von Einrichtungen und Vereinen zu dieser Konferenz eingeladen", sagt Kulturamtsleiter Andreas Pöschl. Besucher, die nach Doberlug kommen, sollen auch in andere Teile des Kreises gelockt werden. Bereits 2013 soll mit verschiedenen Akzenten auf die Landesausstellung in Doberlug hingewiesen werden. So soll unter anderem die Ausstellung der bildenden Künstler des Landkreises im Schloss stattfinden.

Die Kulturkonferenz wird zudem genutzt, um kreisweit die Pläne für das entstehende Reformationsmuseum in Mühlberg vorzustellen. Die kulturpolitische Strategie des Landkreises ist ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt. Gemeinsam gilt es, die vorhandenen kulturellen Einrichtungen noch mehr mit Leben zu füllen und sich mit mehreren Partnern auf Schwerpunktthemen wie etwa das Puppenspiel, die Sängertradition und die Musik Grauns zu konzentrieren.

Gut aufgestellt sei der Landkreis, so Pöschl, wenn es um die kulturelle Bildung, das Stiften von Identität und das ehrenamtliche Engagement geht. Auch um das Thema "Kultur-Tourismus" bemüht sich der Kreis.

Von pos, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 26.03.2012

Finsterwalder Marketingverein will Infopunkt im Schloss Doberlug aufbauen

(09. 03. 2012)

Der Sängerstadtmarketingverein will in Abstimmung mit der Stadt Doberlug-Kirchhain einen „für den Landkreis Elbe-Elster prägenden kulturtouristischen Anlaufpunkt“ im Schloss Doberlug aufbauen. Mit Blickrichtung auf die erste Brandenburgische Landesausstellung, die 2014 in Doberlug-Kirchhain stattfinden wird, startet der Verein das über den Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt.

„Wir verstehen uns als touristischer Dienstleister für die gesamte Sängerstadtregion“, begründet Geschäftsstellenleiter Veit Klaue dieses Engagement in der Nachbarstadt. Bewerbungen für die ausgeschriebene Stelle eines/einer Projektassistenten/-in werden bis zum 15. März 2012 entgegengenommen. Arbeitsbeginn soll der 1. April 2012 sein.

Mit dem Fokus auf die Landesausstellung sollen buchbare touristische Angebote entwickelt und spätestens ab 2013 überregional vermarktet werden. Aber auch die Einbindung touristischer Highlights der Region und der Aufbau eines Netzwerkes regionaler Künstler wird angestrebt.
 
Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 09.03.2012



Ausbau vom Schloss Doberlug genehmigt

(23. 02. 2012)

Nach der Ende 2011 abgeschlossenen Fassadensanierung am Schloss Doberlug schließt sich der Innenausbau an.

Dazu hat das Bauordnungsamt des Kreises vor wenigen Tagen die Genehmigung erteilt. Darüber informierte Kerstin Stahl, Fachbereichsleiterin Bauen und Erhalten der Stadt Doberlug-Kirchhain. 2014 soll im Schloss der Kern einer ersten historischen Landesausstellung Brandenburgs zu sehen sein.
 
Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 23.02.2012

„Wir müssen jetzt den Wind aufnehmen“

(04. 01. 2012)

Die Erste Brandenburger Landesausstellung wird 2014 in Doberlug-Kirchhain stattfinden. Die RUNDSCHAU sprach mit Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) über Chancen, Herausforderungen und die verbleibenden knapp 900 Tage bis zur Eröffnung.

Wie ordnen Sie den Zuschlag für die Landesausstellung in Ihre bisherige Amtszeit ein?

Es ist für mich persönlich, aber auch für die Stadt ein Erfolg und eine große Chance. Viele Mitstreiter und Fürsprecher haben dafür gekämpft. Natürlich begründet sich die Entscheidung auf die baulichen Gegebenheiten unseres einzigartigen historischen Areals. Die Zeit bis zur Ausstellung wird eine große Herausforderung.

Worin sehen Sie die Chance für die Stadt und die Region?

Wir können Doberlug-Kirchhain und das historische Areal bekannter und vielleicht zu einem touristischen Leuchtturm in der Landschaft anderer Sehenswürdigkeiten im Elbe-Elster-Kreis machen. Der Tourismus könnte sich stärker als Wirtschaftsfaktor entwickeln.

Was bringt das den Einwohnern?

Wir müssen den Bürgern jetzt vermitteln, dass wir eine Perspektive und Entwicklungsmöglichkeiten haben. Das schließt ein, dass jeder Einzelne stolz ist auf das, was wir geschaffen haben, und dies auch zeigt, vor allem Besuchern gegenüber. Jeder kann sich mit Ideen, Ratschlägen und Kreativität einbringen. Es gibt das chinesische Sprichwort „Wenn Wind aufkommt, bauen die einen Mauern, die anderen Mühlen“. Wir müssen jetzt gemeinsam den Wind aufnehmen, damit sich etwas Nachhaltiges entwickelt – über die Landesausstellung hinaus.

Wo liegen bis dahin die baulichen Schwerpunkte in der Stadt?

An erster Stelle steht der Innenausbau des Schlosses. Es entstehen Ausstellungsräume für 2014 und danach. Wir wollen aber auch attraktive Außenanlagen. Zum Beispiel den Klausurhof als erlebbare Verbindung zwischen Kirche und Schloss, beides Module der Ausstellung. Mit Städtebauförderung soll noch möglichst viel passieren. Besucher werden aus allen Himmelsrichtungen kommen. Deshalb müssen wir die ganze Stadt, zum Beispiel auch die Potsdamer Straße, im Blick haben und dürfen bei aller Konzentration auf die Kernstadt die Ortsteile nicht vergessen.

Die Bahn will 2014 die Strecke zwischen Wünsdorf und Elsterwerda wegen Bauarbeiten komplett sperren. Eine Schreckensmeldung für das Ausstellungsjahr.

Dass wir Eisenbahnkreuzungspunkt sind, ist einer unserer Pluspunkte. Und ausgerechnet am Wochenende vor Bekanntgabe der Landesausstellung ist von der Streckensperrung in der Zeitung zu lesen. Wir haben das bei Verkehrsminister Vogelsänger angesprochen. Mit Schienenersatzverkehr ist uns nicht geholfen. Die Leute wollen entspannt und regelmäßig anreisen. Mit den Verkehrsverbünden ist für eine flüssige Anbindung an die Metropolregionen Dresden, Berlin und Leipzig zu sorgen.

Gastronomie und Beherbergung sind noch ein Sorgenkind. Was soll auf diesem Gebiet passieren?

Wir brauchen neuen Schwung und Initiativen im gastronomischen Bereich. Der Rautenstock wird hoffentlich so schnell wie möglich als Herberge und Café nutzbar. Mit der Klosterschänke wollen wir unmittelbar am Schloss gastronomisches Angebot sichern.

Wie wollen Sie die Neugier auf Ihre Stadt wecken?

Mit einem stetigen Marketing, bei dem auch kleine Dinge wie unsere Jahreskalender oder der neue Bildband wichtig sind. Wir brauchen Hinweisschilder und buchbare Angebote mit Verzahnung in die Region. Mit dem Landeshauptarchiv und der Uni Potsdam wird es weitere Ausstellungen und wissenschaftliche Foren geben. Doberlug-Kirchhain beteiligt sich als Stadt mit historischem Stadtkern am Sommertheater und der Kulturlandkampagne. Schon jetzt nutzen Privatleute und Firmen das Areal für ihre Feiern. Deren Besucher tragen die Begeisterung ins Land.

Welche Netzwerke nutzen Sie?

Wir kooperieren mit dem Tourismusverband Elbe-Elster-Land, dem Sängerstadtmarketingverein und der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH. Ich freue mich, dass die Landesausstellung auch beim Landkreis Chefsache ist. Wir nutzen bestehende Netzwerke, wie den Förderverein Lausitz, den Kommunalverbund Sängerstadtregion und die Energieregion, aber auch Tourismusverbände in Sachsen. Ministerien und das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte steuern die Vorbereitungsphase. Im Januar konstituieren sich das Kuratorium und der wissenschaftliche Beirat.



Mit Bodo Broszinski

sprach Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 04.01.2012

Foto zur Meldung: „Wir müssen jetzt den Wind aufnehmen“
Foto: „Wir müssen jetzt den Wind aufnehmen“

Weihnachtsmann trotzt Wind und Regen

(05. 12. 2011)

Nach Wochen ohne jeden Regentropfen öffnete der Wettergott ausgerechnet am Samstag zum Weihnachtsmarkt am Doberluger Schloss seine Schleusen. Tapfer hielten Standbetreuer und Händler ihre Nasen in den kräftigen Wind.


Und auch der Weihnachtsmann, der die Kinder Samstag und Sonntag beschenkte, trotzte dem Regen.

„Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus“, hatte Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) am Samstag bei der Eröffnung des bunten Treibens verkündet. Und er meinte nicht nur das bevorstehende Weihnachtsfest. Mit Blick auf die erneuerte Innenhoffassade erklärte er: „Jetzt geht es an die Innensanierung des Schlosses.“ Doberlug-Kirchhain ist auserwählt, 2014 die erste historische Landesausstellung auszurichten. „Die Bedeutung einer solchen Chance muss uns wohl erst noch bewusst werden“, sagte er in Richtung Marktbesucher und verglich mit Ausstrahlungen einer Landesgartenschau.

Das zweitägige Programm lebte von vielen eigenen Beiträgen. Der Musikzug der Berg-Grundschule machte mit Tambourmajor Lukas Reuter den Anfang. 25 Kinder üben jeden Freitag unter Anleitung von Christiane Sandmann, Michael Reuter und Grit Lorenz. Kristina Leuschner war wie jedes Jahr mit ihrer Familie aus Lauchhammer gekommen. „Doberlug ist unsere zweite Heimat. Wir haben ein Häuschen in Bad Erna“, erklärte sie. Tochter Annett und Enkeltochter Johanna waren sogar extra aus Potsdam-Babelsberg angereist.

Das miese Wetter kam Bäckermeister Uwe Gäbler zupass. Sein Adventscafé im Refektorium war trocken und warm und deshalb meist gut besucht. Bäckermeister und Bürgermeister schnitten gemeinsam eine 4,27 Meter lange Riesenstolle an. „Etwa zwölf Kilo Mehl, sechs Kilo Butter, sechs Kilo Sultaninen und zwei Kilo Mandeln“, zählte Uwe Gäbler auf, was in ihr steckt. Günter Hartung, ein Maler der Stadt, verlieh mit seinen afrikanischen Motiven der Café atmosphäre südliches Flair.

In Vorweihnachtsstimmung sangen sich die Freunde der Chormusik im Saal des Refektoriums mit dem Doberluger Männerchor und der Sängervereinigung Kirchhain.

 

Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 05.12.2011

 

Foto zur Meldung: Weihnachtsmann trotzt Wind und Regen
Foto: Weihnachtsmann trotzt Wind und Regen

Die Geschichte vom Traumweihnachtsbaum

(01. 12. 2011)

Ihre Feuertaufe haben sie mit Bravour vor vier Wochen bestanden. Jetzt nehmen die Fritzkids, das Kinderensemble unter dem Dach des Fördervereins Schloss Doberlug, die nächste Hürde. Am Sonntag hat ihr erstes eigenes Stück Premiere. Natürlich beim Weihnachtsmarkt auf dem Doberluger Schlosshof.

Zehn quirlige Kinder sitzen im Halbkreis um ein glänzendes Mikrofon, rascheln mit ihren Manuskripten und kichern. Bei der Aufnahme sind sie aber voll konzentriert. Nicht nur für die Bühne haben die Kinder vom Musiktheater in den zurückliegenden Wochen fleißig geprobt. Ihr erstes eigenes Stück durften sie vorab im Sunwood Tonstudio in Sonnewalde auch als Hörspiel aufnehmen. Ab dem heutigen Donnerstag ist die Geschichte „Der Traumweihnachtsbaum“ im Internet runterzuladen.

Buch und Songtexte hat sich Theaterchef Bernd Witscherkowsky ausgedacht. Komponiert haben Axel Eckert und Christine Thalmann, die auch für Produktion und Regie verantwortlich zeichnen.

Die Fritzkids sind die neue Generation singender und schauspielernder Kinder beim Förderverein Schloss Doberlug. Ihre Vorgänger, die Schlossgeister, sind den Kinderrollen und den Märchen entwachsen. Jetzt dürfen die Neuen ran. Vor vier Wochen, beim Weinfest in Doberlug-Kirchhain, haben sie schon „Die Rache der Reblaus“ aus dem bisherigen Repertoire des Musiktheaters aufgeführt. Jetzt stehen sie kurz vor der Premiere ihrer eigenen Geschichte.

Die Frage nach dem Lampenfieber beantworten die kleinen Darsteller alle mit fröhlichem „Nö, haben wir nicht!“ Und man glaubt es ihnen sofort. Josephine Sandmann ist mit 13 Jahren die Älteste im Ensemble. Sie darf die Hexe Baba Jaga spielen. Anke Hänsch, mit sieben Jahren die Jüngste, ist eine von vier Traumsandelfen. Elsa Nocke ist das Sandmännchen. Klara Baumgärtel und Jule Kowalski haben viel Spaß als Hänsel und Gretel. Bleiben noch die beiden Jungen Dennis Reichelt und Roman Radigk, die sich über die „coolen Rollen“ freuen. Wolf Messerzahn und Wolf Gierschlunk sind sie auf der Bühne.

Seit 2006 gibt es das Musiktheater in Doberlug-Kirchhain. Mit den „Soccer-Babes I und II“, „Die Rache der Reblaus“, „Paula und der Wunderwecker“ und „Merlin Junior“ haben die Jungen und Mädchen in der Region ihr Publikum unterhalten und Feste bereichert. Sogar bei der Landesgartenschau in Nordrhein-Westfalen, in Hemer, der Partnerstadt von Doberlug-Kirchhain, standen sie auf großer Bühne. Jetzt erlebt die Truppe ihren größten personellen Umbruch. Ein Punkt, der bei einem Kinderensemble nicht ausbleibt. Genug Spaß auf der Bühne bringen die Neuen mit. „Eine sehr gute Gruppe“, lobt Christine Thalmann, verantwortlich für Gesangsausbildung und Instrumentalunterricht. Geprobt wird jeden Donnerstag, außer in den Ferien.

Mit ihrem neuen Namen wollen die Fritzkids, wo immer sie auftreten, den Bogen zu Brandenburg schlagen. Eine gute Idee mit Blick auf 2012.

Brandenburg will den 300. Geburtstag von Friedrich II. (1712-1786), des preußischen Königs mit dem Beinamen „der Große“, feiern. Sicher sind auf so mancher Bühne dann die kleinen Fritzkids aus Doberlug-Kirchhain zu erleben.

www.schloss-doberlug.de

www.henne-productionz.com

 

Zum Thema:

Zum Thema: Auftrittstermine der FritzkidsSonntag, 4. Dezember, 15 Uhr: Weihnachtsmarkt am Schloss Doberlug Samstag, 10. Dezember, 12 Uhr: Waldweihnacht in Rochau und 16 Uhr Weihnachtsmarkt Finsterwalde
 
Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 01.12.2011



Foto zur Meldung: Die Geschichte vom Traumweihnachtsbaum
Foto: Die Geschichte vom Traumweihnachtsbaum

Die mittelalterliche Lausitz im Fokus

(03. 11. 2011)

Wie schreibt man Nachbarschafts-Geschichte? Dieser Frage widmen sich ab dem heutigen Donnerstag 50 Historikerinnen und Historiker verschiedener Fächer bei einer tschechisch-polnisch-deutschen Tagung, die in Doberlug-Kirchhain beginnt und in Cottbus fortgesetzt wird. Die Wissenschaftler wollen sich grenz- und epocheübergreifend der Nieder- und Oberlausitz mit ihren europäischen Verflechtungen widmen.

„Damit füllen wir das Vorhaben einer 1. Historischen Landesausstellung Brandenburgs inhaltlich“, betonte am Dienstag der Potsdamer Universitäts-Professor Heinz-Dieter Heimann. Die 1. Brandenburger Landesausstellung wird aus Anlass des 200. Jahrestages des Wiener Kongresses 2014 im Schloss Doberlug (Elbe-Elster) gezeigt.

Auf Initiative der Professur für Mittelalterliche Geschichte der Universität Potsdam werden die Tagungsteilnehmer die Geschichte und kulturelle Entwicklung in der Nieder- und Oberlausitz in ihren Wechselwirkungen mit Böhmen, Schlesien, der Römischen Kirche und dem Heiligen Römischen Reich zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert beleuchten. „Ziel ist, neue Sichtweisen auf historische Landschaften als Schnittstellen europäischer Transferprozesse zu erlangen“, umreißt Heinz-Dieter Heimann das Anliegen.

Internationale Zusammenarbeit

Mit der Konferenz setzen die philosophischen Fakultäten der Universität Potsdam und der Prager Karlsuniversität ihre Kooperation fort. Die Tagung wird gemeinsam mit dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, den Städtischen Sammlungen Cottbus und der Stadt Doberlug-Kirchhain durchgeführt. Ermöglicht wird diese dreitägige internationale Begegnung durch die Fritz-Thyssen-Stiftung für Wissenschaftsforschung. Brandenburgs Wissenschafts- und Kulturministerin Sabine Kunst (parteilos) wird die Konferenz am morgigen Donnerstag um 14 Uhr im Refektorium des ehemaligen Zisterzienserklosters Dobrilugk eröffnen. „Interessierte Heimat historiker und Kulturmanager sind dazu herzlich willkommen“, lädt Heimann ein. Die Konferenzsprache ist Deutsch. Der Eintritt ist frei.

„Die Universität Potsdam und die Stadt Doberlug-Kirchhain arbeiten seit Jahren zusammen“, unterstreicht Heimann. „Über ein von der Stadt initiiertes Forschungsvorhaben und über die langjährige Kooperation mit der Brandenburger Arbeitsgemeinschaft ,Städte mit historischem Stadtkern'“, ergänzt er. So gab es in diesem Sommer bereits die erfolgreiche Sonderausstellung „Was Papst und Kaiser durch ihr Wort beschützen“. Dazu wurden 13 prächtige mittelalterliche Originalurkunden des Zisterzienserklosters Dobrilugk aus dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv ans Licht geholt und mehrere Wochen in Doberlug-Kirchhain ausgestellt.

Jetzt werden die mittelalterliche Nieder- und Oberlausitz in ihren territorialen und landeskulturgeschichtlichen Entwicklungen als „Europäische Angelegenheit“ – „mit dem Blickwinkel von außen“, wie Heimann sagt – untersucht. Ein vielfältiges Bild soll durch die Sicht der Historiker, Kunsthistoriker, Kirchenhistoriker, Denkmalpfleger und Archäologen entstehen. Im Vordergrund stehen die Signaturen der Christianisierung in den beiden Lausitzen sowie die weitreichende Bedeutung der Zisterzienserabtei Dobrilugk, die kirchlich-administrative und politische Raumbildung, die grenzübergreifende Mobilität und Vernetzung des Adels und der Landstände, der Ausbau der Kulturlandschaft (Dorfsiedlungen) und die Wirtschaftsgeschichte (Flussnutzung) sowie Formen des kulturellen Austausches in der regionalen Kunst und Literatur.

Den öffentlichen Abendvortrag am Freitag, 4. November, 20 Uhr, im Cottbuser Stadthaus, Sitzungssaal, hält die renommierte Prager Historikerin Prof. Dr. Lenka Bobkova, Karlsuniversität Prag, zum Thema „Die Nieder- und die Oberlausitz – die Länder der Böhmischen Krone in der Zeit der Luxemburger“.

Weitere Konferenzen geplant

Heimann plant weitere wissenschaftliche Konferenzen auf dem Weg zur Landesausstellung. Sein Wunsch sei es, 2012 mit dem 16./17. Jahrhundert die einzigartige Barockstadt Dobrilugk und die Residenzbildung zum Thema zu machen und 2013 den wissenschaftlichen Austausch zum 18./19. Jahrhundert bis hin zum Wiener Kongress zu suchen. „Damit wären wir dem Thema der Landesausstellung ganz nah“, ist er überzeugt.

Die Fortsetzung der ersten wissenschaftlichen Tagung in Cottbus begründet sich darauf, dass es im Raum Doberlug-Kirchhain an Übernachtungsmöglichkeiten mangele, so Heimann. Bis zur Landesausstellung 2014 ist die Infrastruktur nicht zuletzt in diesem Punkt noch zu ertüchtigen.
 
Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 03.11.2011

Foto zur Meldung: Die mittelalterliche Lausitz im Fokus
Foto: Die mittelalterliche Lausitz im Fokus

Brandenburg schaut nach Doberlug

(01. 11. 2011)

Die 1. Brandenburgische Landesausstellung wird 2014 in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) stattfinden. Das hat Kulturministerin Sabine Kunst (parteilos) am Dienstag nach dem Kabinettsbeschluss verkündet. Arbeitstitel ist „Preußen-Sachsen. Sachsen-Preußen. Bilder einer Nachbarschaft.“

 

„Ich bin gespannt auf die erste historische Landesausstellung zur gemeinsamen Geschichte Brandenburgs und Sachsens“, sagte die Ministerin vor Journalisten. Sie verspreche sich davon „eine Stärkung der Landesidentität und mehr Verbundenheit mit dem Land“. Anlass für die Ausstellung ist der 200. Jahrestag des Wiener Kongresses. Nach den Napoleonischen Kriegen wurde 1814/15 Europa politisch neu geordnet. Dabei ist auch die Niederlausitz Preußen zugesprochen worden.

Ausstellungsort wird das historische Kloster- und Schlossensemble in Doberlug sein. Für Sabine Kunst ein authentischer Ort und „in seiner Gesamtheit von herausragender Schönheit“. Das Zisterzienserkloster Dobrilugk ist das älteste Kloster zwischen Elbe und Oder. „Seit Jahren werden dort und im benachbarten Spätrenaissance-Schloss mit finanziellen Mitteln von EU, Bund, Land, Stadt und Kirche die baulichen Anlagen saniert“, würdigte die Ministerin.

Die Landesausstellung wird in Verantwortung des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte vorbereitet. Verschiedene kulturelle und wissenschaftliche Institutionen in Brandenburg und Sachsen konnten als Kooperationspartner gewonnen werden. Dazu zählen die Universität Potsdam, die Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde und die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“. Für ein gutes Gelingen hofft Kunst in den nächsten drei Jahren auf die Unterstützung von Wirtschaft und Tourismus.

Den Ausstellungsrahmen bildet die Ereigniskette vom 16. Jahrhundert bis zur Reichseinigung, als auch Preußen und Sachsen in einem größeren Gebilde aufgingen. Das wechselhafte Spannungsverhältnis zwischen Sachsen und Preußen zu beleuchten, mache den Reiz der ersten Landesausstellung aus, erklärte Dr. Kurt Winkler, Direktor des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte. Interessante Facetten und unentdeckte Schätze aus 400 Jahren sollen von Sommer bis Herbst 2014 in Doberlug-Kirchhain gezeigt werden. „Von der einst reichen Ausstattung des Schlosses ist nichts mehr erhalten“, so Winkler. Dafür verspricht er „hochrangige Leihgaben“. „Wir bemühen uns zum Beispiel um die Schlussakte des Wiener Kongresses.“ Die Geschichten von Hofkomponist Carl Heinrich Graun aus Wahrenbrück, der Gräfin Cosel und Fürst Pückler will man erzählen, aber auch viele kleine Geschichten am Rande. „Museumspartner in der Region sind eingeladen, mit eigenen Ausstellungen das große Vorhaben zu ergänzen“, so Winkler. Die Ausstellungskosten werden sich auf 2,5 Millionen Euro belaufen. Sie sollen zur Hälfte von Kulturstiftungen und privaten Trägern finanziert werden.

Der Ausstellungsbereich im Innern des Schlosses, der modernsten musealen Ansprüchen genügen soll, wird über das Kommunale Kulturinvestitionsprogramm gefördert. Sabine Kunst hat einen Bescheid an den Doberlug-Kirchhainer Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) überreicht. Das Vorhaben kostet 1,65 Millionen Euro. Das Land stellt 905 000 Euro EFRE-Mittel zur Verfügung. Die kommunalen Eigenmittel betragen 750 000 Euro. Bürgermeister Broszinski und Elbe-Elster-Landrat Christian Jaschinski (CDU) erhoffen sich von der Landesschau einen Schub für Kulturtourismus und Wirtschaft in der Region.

Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 26.10.2011

Foto zur Meldung: Brandenburg schaut nach Doberlug
Foto: Brandenburg schaut nach Doberlug

Platzeck will sich um Ausstellung im Schloss Doberlug bemühen

(15. 02. 2011)

Der 200. Jahrestag des Wiener Kongresses 1814/15 soll Anlass für eine Sonderausstellung zur Geschichte der Nieder- und Oberlausitz im Schloss Doberlug sein.

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte arbeitet mit wissenschaftlichen Partnern federführend an der konzeptionellen Planung. Das Vorhaben könnte die Dimension einer ersten Landesausstellung annehmen. Dazu aber steht die Entscheidung der Landesregierung noch aus. Doberlug-Kirchhains Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) machte deshalb Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) bei dessen Besuch zum Gerberjubiläum auf die große Chance aufmerksam, das Jubiläum 2014 »würdevoll im Grenzbereich zwischen Nieder- und Oberlausitz zu begehen«. Platzeck ließ sich nicht auf den Begriff »Landesausstellung« festnageln, erklärte aber: »Ich werde mich auf jeden Fall mühen, dass wir die Schritte gehen können.«

Von Heike Lehmann, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 15.02.2011 

Weihnachtsbaumständer-Exponate im Schloss Doberlug-Kirchhain

(08. 11. 2010)

Frank Mende hat ein ungewöhnliches Hobby: Er sammelt Weihnachtsbaumständer. Mit der Zeit haben sich Dutzende Exemplare in seinem Keller aufgetürmt. Einige Exponate sind ab sofort im Schloss Doberlug-Kirchhain zu sehen.

Seit seinem 19. Lebensjahr sammelt der 56-Jährige so ziemlich alles, was ihm in die Finger kommt. In seinem Haus in Doberlug-Kirchhain stehen in zahlreichen Glaskästen Bierkrüge, an der Wand hängen mehrere alte Uhren und im Keller des Mehrfamilienhauses liegen Dutzende, zum Teil mehr als 100 Jahre alte Weihnachtsbaumständer.

»Ja, ich bin ein Sammler«, sagt Mende. Den ersten Christbaumständer habe er vor 20 Jahren jedoch eher zufällig entdeckt. Damals sei er in Finsterwalde auf der Suche nach einem Weihnachtsbaum gewesen. Statt des Baumes habe er einen alten Ständer gefunden. »Der war zwar verrostet, aber man konnte noch die schönen Ornamente sehen«, sagt er. Das wahrscheinlich 100 Jahre alte Stück ist auch bei der Ausstellung im Schloss zu sehen.

Dabei ist Sammler Mende eigentlich gelernter Schlosser. Doch bereits mit 19 Jahren änderte sich seine Lebenssituation dramatisch, erinnert sich der Doberlug-Kirchhainer. Damals dignostizierten Ärzte bei ihm eine verschleppte Lungenentzündung. Seinen Beruf musste er daraufhin an den Nagel hängen. »Zu anstrengend«, sagten ihm die Mediziner damals. Noch heute kann Mende keine großen Anstrengungen leisten, »weil er schnell außer Atem ist«, wie er sagt.

Damals, als die Ärzte die Diagnose gestellt hatten, habe er mit dem Sammeln angefangen. »Vielleicht war das eine Art Ausgleich«, sagt Mende heute. An sein erstes Sammel-Objekt kann er sich noch erinnern: »Das war eines dieser Kohlebügeleisen«. Da habe er Blut geleckt. »Wenn du einmal mit dem Sammeln anfängst, hörst du nicht mehr auf.«

Die Christbaumständer finde er mittlerweile fast überall: bei Haushaltsauflösungen, in Kellern oder auf Flohmärkten. »Die eigentliche Arbeit beginnt aber erst zu Hause«, sagt er. Die Fundstücke seien meistens in keinem guten Zustand. Bevor der Hobby-Handwerker neue Farbe auftragen kann, muss er die alte in mühevoller Arbeit abstrahlen oder abbrennen.

Er wolle gar nicht wissen, wie viel Geld und Zeit er in sein aufwendiges Hobby schon investiert habe. Mende: »Aber das ist mir egal.«

»Ein Sammler möchte seine Sachen aber auch zeigen«, erklärt er. Im Museum in Doberlug-Kirchhain können Besucher nun Mendes 41 mühevoll restaurierten Christbaumständer begutachten. 

Die Ausstellung hat von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 10 bis 15 Uhr geöffnet und am Freitag von 10 bis 12 Uhr. Zusätzlich öffnet die Ausstellung zum Weihnachtsmarkt in Doberlug-Kirchhain am 4. und 5. Dezember von 10 bis 19 Uhr.

Von Alexander Dinger, erschienen in der Lausitzer Rundschau am 08.11.2010

 

Foto zur Meldung: Weihnachtsbaumständer-Exponate im Schloss Doberlug-Kirchhain
Foto: Weihnachtsbaumständer-Exponate im Schloss Doberlug-Kirchhain

Schloss Doberlug ist Markenzeichen für die Niederlausitz

(19. 08. 2010)

Über die Sanierungsarbeiten im Schloss- und Klosterareal Doberlug und die dort für 2014 geplante Ausstellung „Mächte und Mythen“ zur Geschichte der Lausitz hat sich am Mittwoch Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch informiert.

 

Als Kultur-, Informations- und Veranstaltungszentrum umriss Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) der Ministerin die künftige Nutzung des historischen Areals. Die SPD-Politikerin nahm sich Zeit für Einblicke in die Klosterkirche, das bereits zum Tagungs- und Veranstaltungsort ausgebaute Refektorium und das Schloss.

 

Das Schloss wurde bis 1989 militärisch genutzt und 1994 von der Stadt übernommen. Seit 2001 engagiert sich die Brandenburgische Schlösser GmbH für dessen Erhalt. Viele Fördergelder sind bereits in die Sanierung des Renaissancebaus geflossen. Die Einzigartigkeit sei aber in der Gesamtheit des Areals und der Stadt begründet, wie Brandenburgs Denkmalpfleger am Mittwoch betonten. Uwe Koch, Referatsleiter Denkmal- und Kulturgutschutz sowie Museen im Kultusministerium, sieht darin ein großes Potenzial, das Doberlug zu einem »überregionalen, kulturhistorischen Anziehungspunkt« machen könnte. »Es ist richtig, hier ein Markenzeichen für Elbe-Elster und die Niederlausitz zu entwickeln«, so Koch.

 

Mit einer länderübergreifenden Ausstellung zur Geschichte der Lausitz wolle man »den Anker für die museale Nutzung im Schloss werfen«, so Broszinski. Eine Idee, die die Kulturministerin ausdrücklich unterstützt, wie sie auf Nachfrage erklärte. »Wir müssen schauen, wie wir das finanziell darstellen können«, sagte sie und hatte dabei neben öffentlichen Mitteln, Stiftungen und private Mittel im Blick. Dazu laufen derzeit viele Gespräche, so Uwe Koch. Wichtig sei eine Kooperation mit Sachsen, unterstrich Martina Münch. »Dieses große historische Erbe der Stadt zu pflegen und zu nutzen, ist eine zentrale Aufgabe. Die Region hat es verdient, in den Mittelpunkt gerückt zu werden«, so Münch.
 

Von Heike Lehmann

erschienen in der Lausitzer Rundschau vom 19.08.2010

Foto zur Meldung: Schloss Doberlug ist Markenzeichen für die Niederlausitz
Foto: Schloss Doberlug ist Markenzeichen für die Niederlausitz

Bauberatung am Schloss Doberlug

(04. 08. 2010)

Der Stand der Sanierung und zu klärende Detailfragen standen im Mittelpunkt der jüngsten großen Bauberatung am Schloss Doberlug. Seit 2002 wird der Renaissancebau umfassend saniert.

Derzeit sind die äußere West- und Nordfassade eingerüstet. Noch in diesem Jahr soll das Schloss äußerlich komplett in neuem Glanz erstrahlen.

Nachdem die letzte so genannte »große Schlossrunde« im März stattgefunden hatte, nutzte Dr. Wolfgang Illert, Geschäftsführer der Brandenburgischen Schlösser GmbH (BSG), Bauherr der Sanierung, den Tag, um entscheidende Fragen vor Ort zu diskutieren. Viel Raum nahm dabei ein, wie mit einer Unregelmäßigkeit in der Fensterfront der Nordfassade umgegangen werden sollte. »Es handelt sich hier um eine spätere Abänderung im Zusammenhang mit einem Abort-Erker«, so Restaurator Ralph Schirrwagen. Wurden ein schmaleres sowie ein kleineres Fenster bei der Fassade nicht als störend empfunden, war sich Illert bei der Innenansicht sicher: »Das geht gar nicht!« Diese Unregelmäßigkeit mit zusätzlichem Stützpfeiler störe die Atmosphäre des wieder herzustellenden großen Saales, »künftig ranghöchster Raum im Schloss«, wie Illert betonte. Der Argumentation der Denkmalpfleger, die für die Beibehaltung der Fenster kämpften, standen die ästhetische Wirkung und künftige Nutzung des Saales entgegen. »Wir bügeln das Schloss ja nicht glatt, haben an anderer Stelle auch Veränderungen der Jahrhunderte zugelassen. Aber an dieser Stelle wäre ich dann fürs Zumauern und Andeuten der baulichen Situation«, empfahl Illert.

 

Vor den Vertretern der BSG, der Stadt, der Denkmalpflege, dem Restaurator und Architekten lagen Ergebnisse einer baulichen Untersuchung zum Schlossportal an der Westseite. Dazu gehört die Erkenntnis, dass »augenscheinlich keine frühere Farbfassung entdeckt« werden konnte und das Wappen gut erhalten, aber in der Oberfläche angegriffen sei. Diskutiert wurden erste Vorschläge zur Konservierung. Schloss Illert die Sandsteinsichtigkeit des Portals aus, weil sich die an keiner anderen Stelle des Schlosses finden lasse, sahen die Denkmalpfleger hierbei noch Bedarf zu ausführlicher Diskussion. Interessant dürfte werden, wie weit man in der farblichen Gestaltung des Wappens gehen wird.

Von Heike Lehmann

erschienen in der Lausitzer Rundschau vom 04.08.2010

Foto zur Meldung: Bauberatung am Schloss Doberlug
Foto: Bauberatung am Schloss Doberlug

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